Fotokette

Die Fotokette ist eine Art digitales Gruppengespräch mit Hilfe von Fotografie. Die Teilnehmer kommunizieren nicht durch Worte, sondern mit Bildern miteinander. Sie ‘sprechen’ mithilfe eines selbstgemachten Fotos, als Reaktion auf das Bild des Vorgangers. Die Kette hat angefangen am 18. April 2020 und läuft bis heute weiter.

Zwischenstand

Teilnehemer/innenfotos

Foto 13: Der Nachmittagssonne entgegen

Foto Teilnehmerin 13: Susanne Engelhardt

Interpretation Foto 12:
” Es ist ein faszinierendes Foto: Der Blick des/der Betrachters/in richtet sich zuerst nach oben auf die Sonne, um dann den Sonnenstrahlen zu folgen bis an den unteren Rand des Fotos, wo das metallene Kletterseil beginnt. Dann entdeckt man den Lauf des Seils, das im Zickzack nach oben läuft, bis es bei dem Gipfelkreuz endet. Man spürt beim Betrachten fast physisch, was für eine Kletterleistung in dieser Bergtour steckt!

Herangehensweise eigenes Foto:
Drei Elemente des vorige Fotos sind die Verbindung zu meinem Foto: der Titel, die Froschperspektive, sowie die Sonne, die links oben (er)scheint. Um dieser entgegen zu kommen muss man hier allerdings 210 Stufen klettern. Ein Gegensatz zum vorigen Foto ergibt sich aus der städtischen Umgebung, in der das Foto aufgenommen ist, genauer gesagt in Berlin-Tiergarten. Es ist der Carillon, einer der größten Glockenspieltürme Europas. Mich haben die aufstrebenden Senkrechten der Architektur, der stahlblaue Himmel  als Hintergrund mit der sich daraus ergebene Farbkombination fasziniert, die im Spannungsfeld mit der nur durch Schatten und Spiegelbild angedeuteten Bäume stehen.

Ebenfalls mit dem Handy aufgenommen: Belichtungszeit 1/220sec. Blende f/2.6  35mm ISO 50″

Foto 14: Über die Zeit

Foto Teilnehmerin 14: Tine Ansems

Interpretation Foto 13:
“Das Gebäude auf dem vorherigen Foto ist eine Darstellung der Gegenwart: Neubau, modernes Design, schönes Äußeres, Glas, Spiegelbild dessen, was sich außerhalb des Gebäudes befindet, ohne sehen zu können, was im Inneren vor sich geht. Geöffnet und gleichzeitig geschlossen.

Herangehensweise eigenes Foto:
Die Kirche ist seit Hunderten von Jahren im Dorf Lussan und wird dies auch weiterhin tun. Große Steine, dicke Wände und Kupferuhren, deutlich sichtbar. Der Turm hält die Bewohner zusammen und zeigt die Zeit. Die Toten sind zu seinen Füßen begraben.

Camera: Nikon D60, ISO 100 und 1/80 sec. f/11, Brennweite 18 mm”

Foto 11: Netze-Häuschen

Foto Teilnehmerin 11: Manuela Jandewerth

Interpretation Foto 10:
“Das Bild meiner Vorgängerin zeigt eine großartige Mischung zwischen der Natur und dem durch Menschenhand Erbautem.

Durch die schwarz-weiße Aufnahme wirkt es auf mich etwas melancholisch. Dadurch unterstützt die Farbgestaltung für mich die Aussage des Bildes, dass sich die Natur durch unseren Beton zurück kämpfen muss.”

Herangehensweise eigenes Foto:
“Ich wollte ebenfalls eine Mischung aus Erbautem und Natur zeigen, den Fokus allerdings auf das „Bauwerk“ legen. Außerdem empfinde ich das bunte Netze-Häuschen auch als Aufheiterung für die Umgebung, so wie die Blume die Betonumgebung aufheitert.

Blende f/4, Belichtungszeit 1/1600s, Brennweite 18mm, ISO 100.”

Foto 12: Der Sonne entgegen

Foto Teilnehmerin 12: Christina Stefani

Interpretation Foto 11:
“Das Gebäude in dem Foto sticht mit der farbenfrohen Gestaltung sehr aus der ruhigen Landschaft heraus. Es wirkt spritzig, fast „offensiv“. Die Leitungen auf der Vorderseite des Häuschens scheinen aus dieser Perspektive nach oben Richtung Himmel zu zeigen, so, als sei das Gebäude von dort heruntergelassen und abgesetzt worden.

Herangehensweise eigenes Foto:
Die Stromleitungen, die aus dieser Perspektive von oben zu kommen scheinen, haben mich auf mein Foto gebracht, in dem die Kletterseile am Berg ebenfalls nach oben Richtung Himmel führen.

Ehrlich gesagt ist es ein ganz einfaches Handyfoto, das ich bei einer Bergtour gemacht habe. Deshalb sind leider gar keine Angaben hinterlegt, außer dass es 35 mm Brennweite waren. Ich hoffe, es geht trotzdem so :-)”

Foto 9: Hirschkäfer

Foto Teilnehmerin 9: Sarah Zimmermann

Interpretation Foto 8:
“An dem Bild meines Vorgängers fiel mir auf, dass sein Fokus auf dem Auto liegt. Ich bin dennoch etwas abgewichen und habe das Thema Straße und auch Streifen für mich interpretiert.

Herangehensweise eigenes Foto:
Dieses Bild habe ich auf einer Wanderung an einem Weiher gemacht. Der schwarze Käfer ist mir durch sein intensives Schwarz in Kontrast zu dem hellen Schotterweg direkt ins Auge gefallen. Ich wollte seine Farben, vor allem den „goldenen“ Streifen auf seinem Rücken und auch seine kräftige Erscheinung in diesem Blickwinkel darstellen. Da kam mir auch der Bezug zum vorherigen Foto. Die Straße und der Streifen.

Hierzu habe ich meine Canon EOS 750 D verwendet.Blende f/5,6. Belichtungszeit 1/100s. ISO 125. Brennweite 55 mm.”

Foto 10

Foto Teilnehmerin 10: Anouk Pelzer

Interpretation Foto 9:
“Der Käfer auf dem Schotterweg hat mich daran erinnert, dass wir die Natur zwar Steine im Weg legen, sie sich aber trotzdem durchsetzt. Und das wir das sehr oft sehen, aber vielleicht nicht wahrnehmen. Der Kontrast zwischen Käfer und Schotter im Wesen aber nicht in Farbe fand ich interessant.

Herangehensweise eigenes Foto:
Ich wollte zeigen, wie die Natur sich durchkämpft, auch an unwahrscheinlichen Orten. Wie Pflanzen sich durch Fugen im Pflaster hochwirken. Diese schöne gelbe Blume wächst am Straßenrand, kontrastiert in ihrer zierlichen Natürlichkeit mit dem Beton und Asphalt und heitert so die Umgebung ein wenig auf.

Blende 6.7 Verschluss 1/250 Brennweite 53mm ISO 400″

 

Foto 8: Zebra-Überfahrt

Foto Teilnehmer 8: Christoph Walter

Interpretation Foto 7:
“Ich wollte auf die Zebras aus dem Vorgänger-Bild mit etwas reagieren, was mir wichtig ist und gefällt – Fahrzeugtechnik mit schönem Design. Der Zebrastreifen stellt die Verbindung zum Vorgängerbild her.

Herangehensweise eigenes Foto:
Verbindung von Technik und Verkehr. Mir gefällt die Form der Felge, die eine Verbindung zur Straße mit herstellt.

Manuelle Verschlusszeit, 3/10 Sek. f/3,5 18 mm Brennweite, ISO 400.”

Foto 7: Im Abendlicht

Foto Teilnehmer 7: Klaus

Interpretation Foto 6:
Sehr schön im Abendlicht erwischt und im richtigen Moment abgedrückt.

Herangehensweise eigenes Foto:
“Nachdem wir 2 Stunden mit Guide im Jeep durch die Gegend gefahren sind habe wir dann doch noch Bergzebras gefunden. Als Entschädigung standen sie schön im Abendlicht und haben uns beobachtet. Aufgenommen in Namibia.

Blende F/7.1, Belichtungszeit 1/320, ISO 400, Brennweite 600mm.”

Foto 6: Safari

Foto Teilnehmerin 6: Conny Bätge

Interpretation Foto 5:
Der Fokus liegt sehr schön auf der Biene, welches mit der lila Blume sehr gut rauskommt und sich farblich toll absetzt.

Herangehensweise eigenes Foto:
“Das Bild ist für mich etwas ganz Besonderes. Ich habe dieses Bild in Kenia aufgenommen und unglaublich viele tolle Bilder gemacht, welche mich ein Leben lang an diese einmalige Zeit erinnern. Ich wollte farblich an das vorherige Bild anknüpfen, jedoch was von der Natur im Vordergrund weg gehen und diese dennoch mit einbeziehen.

Brennweite 200 mm, Blendenzahl F/5.6, Belichtungszeit 1/500 Sek.”

Foto 5: Auf Tuchfühlung mit der Honigbiene

Foto Teilnehmerin 5: Violetta Passon

Interpretation Foto 4:
Auf dem erhaltenen Foto sehe ich die hellen Farben des Frühlings, fragile zartlila Blüten und eine kleine Biene.
 
Herangehensweise eigenes Foto:
“In meinem Foto stelle ich die Honigbiene in den Fokus mit ihren feinen Härchen und hauchdünnen Flügelchen, durchzogen von feinen Linien, die durch die Strahlen der Frühlingssonne sogar ein wenig glitzern. Die Honigbiene ist für mich ein erstaunliches Tierchen, so zart und so fleißig, damit um uns herum alles so herrlich blühen kann und wir später leckeres Obst, Gemüse und Honig genießen können.
 
Aufgenommen wurde das Bild mit einem Makro-Objektiv 105 mm, einer Blende von f/7.1 und ISO 100.”

Foto 4: Bienchen

Foto Teilnehmerin 4: Nicole Fischer

Interpretation Foto 3:
Frühling- neues Leben – Arbeitstier

Herangehensweise eigenes Foto:
“Da Madeleine kein Hummelchen als Fotomodell nahm,  ich diese Idee auch schon hatte, ging ich auf das Modell-Casting in der Natur. Allerdings zeigten sich mir nur die Bienchen. Der Fokus liegt auf Biene und Blüten.

Das Foto ist mit einem Macro 80 mm f 2.8 ISO 100 entstanden”

Foto 3: Pustenblume

Foto Teilnehmerin 3: Madeleine

Interpretation Foto 2:
Der Fokus wurde auf die Blüte gelegt. Auf die Intensivität der Farben. Die einzelnen Fasern der Blüte sind sehr schön zu erkennen.

Herangehensweise eigenes Foto:
“Erst wollte ich passend zu den „haarigen“ Ansätzen der ersten 2 Bilder eine Hummel fotografieren. Da das leider doch etwas zu zeitaufwändig gewesen wäre, habe ich mich einfach in der Natur umgeschaut und bin auf die Pusteblume gestoßen. Diese verwandelt sich ebenso wie eine Raupe. Von einer gelben Blüte in eine weiße Blüte mit vielen „Fallschirmen“, an denen die Samen für die nächsten Löwenzahn Pflanzen hängen.

Das Foto habe ich mit einer Brennweite von 10,9mm und einer Blende von f/1,7 aufgenommen.”

Foto 2

Foto Teilnehmerin 2: Edith V

Interpretation Foto 1:
Raupe = Blumen und Bienen

Herangehensweise eigenes Foto:
Diese Blume hat, wie die Raupe, auch kleine Haare und sie windet sich auf der gleichen Art und weise.

Blende f/8.0, Verschlusszeit 1/60S, ISO 160 und Brennweite: 55mm

Foto 1: Die Raupe

Startbild: Maartje Ansems

Für mich symbolisiert die Raupe das frühe Stadium von etwas Schönem: ein Schmetterling. Wir wissen noch nicht, wie der Schmetterling genau aussehen wird, das bleibt jetzt noch ein Geheimnis.

Herangehensweise eigenes Foto:
“Es ist kein Makrobild, da der unscharfe Hintergrund, auf dem die Lichtpunkte (das nennt man Bokeh) zu sehen sind, in der Bildverteilung ziemlich dominant ist und eine wichtige Rolle im Bild spielt. Das Hauptmotiv, die Raupe, befindet sich ungefähr im goldenen Schnitt. Dass ist in diesem Fall an einem Punkt von einem Drittel von links und einem Drittel von unten gesehen.

Das Foto wurde mit einem 70-mm-Objektiv und einer Blende von f/ 6.3 aufgenommen.”

Infos

Achtung: Anmeldeschluss: 31.05.2020

Wie funktioniert diese Fotokette:

  1. Du meldest Dich per Mail an und Dein Name kommt auf der Teilnehmerliste. Es kann je nach Teilnehmerzahl ein bisschen dauern bis Du an der Reihe bist.
  2. Das Eröffnungsfoto, das erste Glied der Kette, wurde von Maartje Ansems gemacht und ist hier unten zu sehen.
  3. Die zweite Person in der Kette antwortet darauf innerhalb von 5 maximal Tage mit einem Folgefoto + kurze Beschreibung und sendet alles an info@maartjeansems.de oder über Wetransfer zurück. Erwähne dann bitte auch ob ich Dein Vorname (+ eventuell Nachname) verwenden darf auf meiner Homepage/Facebook, oder Du lieber Anonym bleibst.
  4. Dein Foto wird dann wieder an die folgende Person in der Kette gesendet usw.
  5. Jeder Teilnehmer erhält ein Foto (das Foto des vorherigen Teilnehmers). 
  6. Die Zwischenstand wird nach jedem Foto auf der Website www.fotokurs-ludwigsburg.de und auf der Facebook-Seite von Maartje Ansems Fotografie präsentiert. 
  7. Eine Kette von Fotoreaktionen wird erstellt. Die Kette ist fertig, wenn die letzte Person ihr Foto zurückschickt.
  8. Am Ende der Kette wird vielleicht eine kleine Ausstellung organisiert. Details dazu folgen später.

Traue Dich und nehme die Herausforderung an!

Tipps
Es kann auf ein Foto mit einem bestimmten Thema, einer bestimmten Komposition, einem bestimmten Symbol oder einer bestimmten Technik reagiert werden. Sei kreativ und originell und zieh alle Register. Zeige aber deutlich eine Verbindung zwischen den beiden Fotos! Gerne helfe ich bei Bedarf mit ein paar Tipps und Hinweise.

  • Beobachte das von Dir erhaltene Foto ausführlich bevor Du anfängst zu fotografieren.
  • Stelle fest was Dir auffällt und notiere Deine Gedanken. Das kann ein Farbe sein, eine ansprechende Location, schönes Licht usw.
  • Nutze diesen Gedanken um die Herangehensweise für Dein eignes Foto zu bestimmen und beschreibe, warum und wie Du zu Deinem Bild gekommen bist.

Hinweis
Aus Datenschutzgründen sendet jeder das Foto an mich zurück. Ich leite es dann wieder weiter an die nächste Person in der Kette.

LEITFADEN

  • Teilnahme an der Fotokette kostet nichts und es ist kein Fotowettbewerb.
  • Das Foto, das Du aufnimmst, muss etwas mit dem Foto gemein haben, das Du erhalten hast. Beschreibe auch kurz deine Gedanken dazu.
  • Reagiere auf das Foto, das Du erhältst, indem Du beispielsweise dieselbe Technik, dasselbe Thema, dieselbe Komposition usw. verwendest.
  • Nachdem Du ein Foto erhalten hast, sendest Du Dein Foto in niedriger Auflösung + Text innerhalb von maximal 5 Tage an info@maartjeansems.de zurück. Je schneller desto besser! Wenn Du eine zu große Datei hast, ist dies auch per Wetransfer möglich.
  • Nehme Dein Foto im RAW-Dateiformat oder in TIFF höchster Qualität auf (um bei einer eventuellen Ausstellung möglichst viel Bildqualität zur Verfügung zu haben.) Achtung: Du verschickst zuerst die Datei in niedriger Auflösung an mir. Falls Du nicht weißt wie Du die Datei kleiner machen kannst, ist die Originalauflösung auch herzlich willkommen!
  • Nehme Dein Foto in Farbe auf.
  • Du darfst selbst entscheiden, ob Du das Foto bearbeiten möchtest oder nicht.